Deutsch-Förderunterricht im 5. und 6. Schuljahr

Spracheingangstest

  • Innerhalb der ersten zwei Wochen schreiben alle Fünftklässler den Duisburger Spracheingangstest.
  • Dabei werden die Bereiche Rechtschreibung, Grammatik, Satzbau, Hör- und Leseverstehen abgeprüft.
  • Wenn die Fachlehrer die Tests korrigiert haben, wertet der Beratungslehrer des 5. Jahrgangs sie aus.

Förderkonferenz

Dann trifft sich die Förderkonferenz (= die Deutschlehrer, Förderlehrer und ggf. auch die Klassenlehrer des Jahrgangs). Die Förderkonferenz beschließt auf der Grundlage der Spracheingangstests sowie der bisherigen Erfahrungen im Unterricht

  • welche Fördergruppen eingerichtet werden und
  • welcher Schüler in welche Gruppe kommt.

Welche Fördergruppen gibt es?

  • Wöchentlich werden drei Stunden Förderunterricht erteilt.
  • Pro Jahrgang werden zehn Gruppen eingerichtet, jede Fördergruppe besteht also aus 10-15 Schüler.
  • Inhaltlich werden je nach Bedarf unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Rechtschreibung und Grammatik
  • Grundlagen der deutschen Sprache (speziell für Schüler mit Migrationshintergrund)
  • Leseförderung/Leselöwen
  • *-Gruppen (für leistungsstarke Schüler), z.B. Theaterprojekt oder Kreatives Schreiben
  • Grundlagen des Schreibens (Schrift)
  • LRS-Förderung
  • Analphabetenförderung
  • Konzentrations-, Arbeits- und Lernstrategien
  • Stärkung der Schülerpersönlichkeit

Alle Schüler nehmen im Laufe des Schuljahres an Computerkursen teil, in denen sie die Grundlagen von Windows, Word und Excel sowie den (sinnvollen) Umgang mit dem Internet kennen lernen.

Änderungen

Die Förderkonferenz tauscht sich halbjährlich über Erfahrungen und Änderungswünsche aus, damit sie auf evtl. geänderten Förderbedarf reagieren kann (Bildung neuer Gruppen, Wechsel von einzelnen Schülern).

Evaluation

Am Ende des fünften und des sechsten Schuljahres schreiben die Schüler erneut den Spracheingangstest. Somit kann ihre Entwicklung genau dokumentiert und angemessen darauf reagiert werden.

Ziele

  • Training fachunabhängiger Arbeitstechniken und einfacher Arbeitsgänge zur Selbstorganisation
  • Erwerb sprachlicher Grundlagen
  • Kompensation fachlicher Defizite
  • oder: Ausbau fachlicher Stärken.

Da ein überwiegender Teil unserer Schüler sprachliche Defizite aufweist (insbesondere in den grundlegenden Bereichen Rechtschreibung, Grammatik, Wortschatz), geht es in erster Linie darum, die extrem unterschiedlichen Voraussetzungen, die die Kinder mitbringen, einander anzugleichen und somit ihre Lernchancen zu verbessern.