Lesetipps 2

Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken können

Breit – Mein Leben als Kiffer

Das Tor zur Hölle – Hellraiser

Der Rock’n’Roll-König

Der Vorleser

Die Mächte des Feuers

Die Physiker

Die Schöne Schlafende

Evil – Das Böse

Halo – Geister von Onyx

Leichte Beute

Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

Umsonst geht nur die Sonne auf

Volltreffer

Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken können

Autor/in: Allan und Barbara Pease

Lesetipp von: Lena Pfeiffer

Darum geht es in diesem Buch:

Meine Buchempfehlung handelt von dem Buch „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken können“. Dieses Buch wurde von den Autoren Allan und Barbara Pease geschrieben.

In dem Buch geht es um Verhaltensweisen von Männern und Frauen, die oft in einer Beziehung zu Streitereien führen, es werden verschiedene Themen behandelt, wie z.B.

  • Reden und zuhören

  • Gedanken, Verhaltensweisen; Gefühle und andere Katastrophengebiete

  • Räumliches Vorstellungsvermögen, Ziele und das Einparken

  • Ehe, Liebe, Romanzen und noch viele mehr

Dieses Buch besteht also nicht aus einer auf sich aufbauenden Geschichte.

Als erstes stellen die Autoren die Verhaltensweisen in einer kurzen Geschichte dar und erklären diese nachher mit der Gehirn- und Evolutionsforschung.

An diesem Buch gefällt mir, dass es einerseits sehr lustig geschrieben ist und dass man die Verhaltensweisen der Frau und des Mannes oft wieder erkennt und diese selbst schon einmal erlebt hat. Andererseits finde ich es spannend zu wissen, warum Frauen und Männer manchmal so sind, wie sie sind, und oft gar nichts dafür können.

Die folgende Textstelle gefällt mir besonders:

Wenn sich eine Frau für eines von zwei Paar Schuhen entscheidet und fragt „Blau oder golden?“, ist es wichtig, dass man als Mann keine Antwort gibt. Stattdessen sollte man es lieber mit einer Gegenfrage probieren: „Weißt du schon, welche du tragen willst, Liebling?“

Ich habe dieses Beispiel herausgeschrieben, weil viele Männer sich genau vor dieser Frage drücken und Angst haben, weil man nach ihrer Meinung nur das Falsche sagen kann, da es zu einer großen Diskussion kommen kann, z.B. warum er denn die blauen schöner fände als die goldenen.

Dies könnte also eine Lösung für die Männer sein, die sich genau vor der meist gefürchteten Frage der Frauen fürchten! :-)

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Breit – Mein Leben als Kiffer

Autor/in: Amon Barth

Lesetipp von: Vanessa Steinau

Darum geht es in diesem Buch:

In diesem Buch erzählt der Autor Amon Barth seine Geschichte, die für ihn als ein Abenteuer beginnt, als er mit 15 Jahren das erste Mal an einem Joint zieht. Dieses Erlebnis beeindruckte ihn so sehr, dass das Kiffen mit seinen Freunden später zum Alltag wird.
Anfangs entwickelt sich noch alles relativ gut für ihn, doch dann betritt er eine Welt, von der er nicht geglaubt hatte, dass es sie gibt.
Für ihn beginnt ein Horrortrip, der ihn auch nicht so schnell wieder loslässt. Denn wer hätte gedacht, dass sich die ganze Welt gegen einen wendet?

Das gefällt mir an diesem Buch:

Mir gefällt das Buch sehr gut, weil es das wahre Leben wiederspiegelt.
Denn jeder von uns ist heutzutage davon betroffen, egal ob man selber schon mal gekifft hat oder auf eine andere Art und Weise damit in Konflikt getreten ist.
Deswegen finde ich es gut, dass er dieses Buch geschrieben hat, weil sehr viel Mut dazu gehört, über seine schlechten Erfahrungen, die für ihn ein wirklich tragisches Ende genommen haben, so offen drüber zu schreiben.
Es zeigt uns alles, wie schlecht Drogen sind und was sie aus einem Menschen machen können.
Deshalb habe ich mich auch für diese Textstelle entschieden:

„Seitdem ich regelmäßig kiffe, sind mir einige Dinge sehr viel gleichgültiger geworden. Ich machen mir keine Sorgen mehr darum, wer nun mein Freund ist und wer nicht oder was die anderen für Probleme haben.
Solange jemand da ist, mit dem ich kiffen kann, ist alles in Ordnung.“

Ich finde die Situation, in der er sich befindet, sehr schlimm.
Er merkt selber, wie er sich verändert hat und will oder kann nichts daran ändern, da er schon so abhängig von den Drogen ist.

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Das Tor zur Hölle – Hellraiser

Autor/in: Clive Barker

Lesetipp von: Ann-Kathrin Schönbrunn

Darum geht es in diesem Buch:

In dem Roman geht es darum, wie Frank Cotton an einen geheimnisvollen Würfel kommt, welcher, wie er gehört hat, etwas Wunderbares enthält. Frank versucht bis zur Ekstase, diesen Würfel durch Ziehen und Drehen zu öffnen. Als es ihm gelingt, erscheinen verstümmelte Wesen, Zenobiten, die Wächter der Hölle. Frank hatte diesen Würfel geöffnet, weil er dachte, dass die Zenobiten ihm das geben können, was er will, Lust. Er weiß nicht, dass er damit das Tor zur Hölle geöffnet hat. Die Zenobiten quälen ihn, indem sie seine Sinneseindrücke verstärken. Danach hört niemand mehr etwas von Frank.

Ungewisse Zeit später ziehen Rory, Franks Bruder, und seine Verlobte Julia in das Haus ein, in dem Frank als letztes gesehen worden war. Bei Renovierungsarbeiten verletzt sich Rory am Finger, er läuft hinauf zu Julia, die in dem „dunklen und feuchten“ Zimmer steht, dabei fallen Blutstropfen auf den Boden. Nachdem Julia Rory verarztet hat, geht sie wieder hinauf zu diesem Zimmer. Sie weiß nicht, warum, aber irgendetwas zieht sie an. Als sie oben steht, sieht sie, dass die Blutstropfen verschwunden sind. Ihr erscheint ein verstümmeltes und verwestes Wesen aus der Wand, welches sich als Frank offenbart. Er wurde von den Zenobiten mitgenommen und seine Seele lebt jetzt in der Wand. Das Julia ihn liebt und nicht Rory, wurde ihr schon vorher bewusst. Die beiden hatten auch eine Affäre. Julia will ihm unbedingt helfen und als Frank ihr erzählt, was er braucht, um vor den Zenobiten zu flüchten, macht sich Julia auf den Weg um Menschenopfer zu suchen, deren Nährstoffe Frank aussaugen kann.

Gleichzeitig realisiert Rory, dass mit Julia etwas nicht stimmt, und bittet Kirsty, mal mit ihr zu reden. Als sich Kirsty auf den Weg zu Julia macht, sieht sie Julia mit einem anderen Mann, sie denkt, dass Julia eine Affäre hat und deshalb so komisch drauf ist. Kirsty ist an sich eine schüchterne Person, die eigentlich vor allem wegrennt und in Rory verliebt ist. Zum Schluss des Buches wird sie mutig und schleicht sich in das Haus. Sie sieht Frank und es kommt zu einem Kampf, bei dem sie aber flüchten kann.

Im Krankenhaus wacht sie auf, mit dem Würfel. Sie untersucht ihn genauer und öffnet ihn aus Versehen. Es erscheint wieder ein Zenobit, der ihre Seele haben will. Sie erzählt ihm von Frank. Darauf bekommt sie eine Chance, sie soll ihm Frank lebendig übergeben, außerdem soll er sich offenbaren, dass er wirklich Frank ist. Daraufhin geht Kirsty zurück zu dem Haus. Julia öffnet die Tür und Rory sitzt im Esszimmer. Kirsty denkt, dass Frank tot ist und sie jetzt sterben wird. Jedoch kommt ihr etwas komisch vor. Und als sie einen bekannten Stz hört, weiß sie, dass der Mann nicht Rory ist, sondern Frank. Rory war Julias letztes Opfer für Frank, der eine Haut brauchte. Frank will Kirsty töten und Julia versucht, ihm dabei zu helfen. Um noch stärker zu werden, saugt er Julia auf.

Am Ende des Romans übergibt der Initiator Kirsty den Würfel und somit wird sie zur Wächterin ernannt.

Das gefällt mir an diesem Buch:

Wenn ich noch mal darüber nachdenke, gefällt mir eigentlich alles an dem Buch. Gerade das mit den Zenobiten und was sie alles gemacht haben, fand ich klasse. Auch dass ich mich nicht entscheiden konnte, wen ich „hassen bzw. eher nicht mögen sollte“ und wen nicht, weil immer wieder Situationen auftauchten, in denen alles, was man für oder gegen einen Charakter aufgebaut hat, „über den Haufen geschmissen“ wurde. Ich denke aber auch, dass man dazu ein gewisses Interesse an Horrorgeschichten und –filmen haben muss um dies zu lesen und gut zu finden.

Ich fand die Textstelle, in der es darum geht, dass der Initiator Kirsty den Würfel zurückgegeben hat, am besten. Meinem persönlichen Empfinden nach hat sich meine Einstellung gegenüber den Zenobiten mit dieser Aktion doch etwas ins Positive gerückt. Im Verlauf des Romans wurden sie ja eher als eiskalt und mörderisch dargestellt, ohne irgendwelche menschlichen Eigenschaften. Doch dadurch, dass er Kirsty den Würfel gegeben und sie nicht ermordet hat, ändert sich dieses Bild ein wenig.

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Der Rock’n’Roll-König

Autor/in: Volker Kriegel

Lesetipp von: Philipp Wallutis

Darum geht es in diesem Buch:

Es war einmal ein König, dem der Rock’n’Roll mehr am Herzen lag als das Regieren. Er hatte eine gute Stimme und war auch sehr gut mit der Gitarre. Er hatte nur ein Problem, er war nicht ganz rhythmusfest. Dies wurde ihm dann bei einem Live-Konzert in seinem eigenen Schloss zum Verhängnis: Bei seinem Lieblingslied verspielte er sich.

Noch in der gleichen Nacht, am Boden zerstört, flüchtete der König und so beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt – von kleinen Straßenauftritten bis zu einer spannenden Hetzjagd am Ende der Geschichte.

Das gefällt mir an diesem Buch:

Ein 1 A- Musik-Märchen, für das man zwar eine kleine Anlaufzeit benötigt, um reinzukommen. Auch ein gewisses Grundverständnis für Musik sollte vorhanden sein, um wirklich alle Pointen zu verstehen.

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Der Vorleser

Autor/in: Bernhard Schlink

Lesetipp von: Sophie Schäfer

Darum geht es in diesem Buch:

Der Roman handelt von einer Liebschaft zwischen einem Jugendlichen, Michael Berg, und einer Frau Mitte 30, Hanna, die plötzlich endet.

Michael und Hanna lernen sich durch einen Zufall kennen. Michael, an Gelbsucht erkrankt, kotzt in den Eingang eines Hauses und so entwickelt sich langsam eine leidenschaftliche Beziehung zwischen der Schaffnerin und dem Schüler. Ihre Beziehung besteht dabei im Wesentlichen aus einem Ritual: zuerst liest Michael vor, dann gehen sie gemeinsam duschen, haben Sex und liegen beieinander. Von dieser Liebe wird das Jungchen, so nennt ihn Hanna, schnell abhängig und vernachlässigt die Schule, was Hanna jedoch auf keinen Fall zulassen will.

Eines Tages endet die Beziehung jedoch abrupt, als Hanna weg ist, ohne sich zu verabschieden. Michael der diese Trennung nie verkraftet und in seinen späteren Beziehungen und sogar in seiner Ehe, die jedoch geschieden wird, alle Frauen mit Hanna vergleicht, begegnet ihr eines Tages wieder. Er ist mittlerweile Jurastudent und nimmt als solcher als Zuschauer an einer KZ-Verhandlung teil, bei der Hanna und andere Frauen schuld an dem Tod einiger gefangenen Frauen sein sollen.

Michael kommt während der Verhandlungen langsam hinter ein Geheimnis, das Hanna schon ihr ganzes Leben lang hütet und welches ihr weiteres Leben entscheidend beeinflussen könnte.

....

Das gefällt mir an diesem Buch:

Ich habe dieses Buch gewählt, da es sehr übersichtlich, leicht geschrieben und flüssig zu lesen ist. Außerdem gibt es nicht, wie in den meisten Büchern, einen thematischen Tiefpunkt, da es immer spannend gehalten wird. Auch inhaltlich ist das Buch abwechslungsreich, da im ersten Teil die Beziehung und die Leidenschaft der beiden Charaktere geschildert werden und später mehr Geschichtliches, wie die Konzentrationslager, in den Blick rückt.

(Ausgabe aus dem Diogenes Verlag; Seite 42- 44)

„ »Lernst du nur fremde Sprachen, oder gibt es auch bei der eigenen Sprache noch was zu lernen?« »Wir lesen Texte.« Während ich krank war, hatte die klasse »Emilia Galotti« und »Kabale und Liebe« gelesen, und demnächst sollte darüber eine Arbeit geschrieben werden. Also musste ich beide Stücke lesen, und ich tat es, wenn alles andere erledigt war. Dann war es spät, und ich war müde, und was ich las, wusste ich am nächsten Tag schon nicht mehr und musste ich noch mal lesen. …. Wenn sie auf mir eingeschlafen war, im Hof die Säge schwieg, die Amsel sang und von den Farben der Dinge in der Küche nur noch hellere und dunklere Grautöne blieben, war ich vollkommen glücklich.“

Ich habe diese Textstelle ausgewählt, weil Hanna dort das erste Mal das Vorlesen fordert und ihr Geheimnis verbirgt. Außerdem kommt die Leidenschaft zum Ausdruck und ihr Ritual wird zum ersten Mal als solches genannt.

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Die Mächte des Feuers

Autor/in: Markus Heitz

Lesetipp von: Maurice Petri

Ich möchte gern den Roman „DIE MÄCHTE DES FEUERS“ von Markus Heitz vorstellen. Markus Heitz, geboren 1971, gehört seit den sensationellen Romanen um „Die Zwerge“, die wochenlang auf den Bestsellerlisten standen, und seinem „Ulldart“-Zyklus zu den erfolgreichsten Fantasy-Autoren.

Darum geht es in diesem Buch:

Machtgierige Drachen säen seit Anbeginn der Zeit Hass und Intrigen zwischen den Völkern und stürzen die Menschheit immer wieder in Kriege. Im Jahr 1925 arbeitet die Drachentöterin Silena für das Officium, einen Bund, der sich der Jagd auf die geflügelten Geschöpfe verschworen hat. Doch nicht nur durch die Drachen droht Silena und ihren Verbündeten Gefahr: In vielen Städten Europas häufen sich zerstörerische Angriffe eines unsichtbaren Feindes. In London wird das Zepter der Marduk gestohlen, ein Artefakt von unvorstellbarer Macht. Und grausame Todesfälle unter den Drachentötern weben ein unheimliches Muster. Silena setzt alles daran, die Geschehnisse aufzuklären. Doch sie ahnt nicht, dass sie damit die Pläne eines Gegners durchkreuzt, der mächtig genug ist, um die Welt endgültig in den Abgrund zu stürzen...

Das gefällt mir an diesem Buch:

Besonders an diesem Roman hat mir die Vorstellungskraft des Autors gefallen, wie er sich eine Welt vorstellt, die von mächtigen Fabelwesen gelenkt wird, und wie die Menschheit darauf reagieren könnte. Besonders hat mir das Zeitintervall gefallen, in dem die Geschichte spielt, am Anfang des 20. Jahrhunderts. Dies beschränkt den Autor in den Möglichkeiten, wie die Drachen bekämpft werden können, da sich der Autor auf Möglichkeiten beschränkt, die auch zu dieser Zeit passen.

Textstelle:
Ein Abschnitt, der mir besonders gut gefällt, zeigt die Brutalität und die Kraft, die ein Drache aufbringen kann, wenn es um die Bekämpfung von Menschen geht. Gleichzeitig aber auch den Einfallsreichtum, um von sich abzulenken und die Gleichgültigkeit, mit der ein Drache anderer seiner Art opfert, um selbst nicht in „Umstände“ zu geraten. Trotzdem wird in diesem Kapitel sehr gut dargestellt, dass Drachen keine herzlosen Monster sind, da sie das beschützen wollen, was ihnen am Herzen liegt.

S. 185
Iffnar streifte unter den schneebeladenen Ästen entlang. Er mochte den Spessart und den Geierberg, auch wenn er im Grunde keine guten Voraussetzungen für ihn bot. Zum Abheben benötigt er einen erhöhten Punkt, er war mehr ein Gleiter als ein eleganter Flieger wie Ddraig, und der knapp sechshundert Meter lange Geierberg erfüllte die Anforderungen nur gerade so.

S. 188
Es sah aus, als speie Iffnar heißes Blut. Rings um die Lohe schmolz der Schnee am Boden und auf den Bäumen, als käme der Frühling mit brachialer Gewalt über den Spessart. Dabei dosierte er die Angriffe so, dass er dem Wald keinen Schaden zufügte, sondern haargenau in die Zwischenräume zwischen den Stämmen traf.

Begeistert vernahm er die Schreie der Unglücklichen, die durch sein Feuer nicht zu Asche zerfallen, sondern verbrannt worden waren.

S. 190
Der Altvordere (Iffnar) schnappte sich einen der fehlgeschlagenen Spieße und schleuderte ihn gegen den kleineren Drachen. Der Stahl durchbrach die Hornschuppen an der Flanke und trat auf der anderen Seite wieder aus. Ich brauche dich, um meine Spuren zu verwischen. Er hob den nächsten Spieß auf, während er sich mit dem rechten Vorderlauf auf die Kette stellte und die Flucht des Artgenossen verhinderte, der wie toll daran riss und zerrte. Nach dem nächsten Treffer durch den Hals aber stürzte er zuckend zu Boden, ohne den Leichnam loszulassen, und zerfetzte ihn mit seinen spitzen, scharfen Zähnen; Gliedmaßen fielen ab, verteilten sich rings um ihn. Iffnar wartete, bis die Pupillen des Blauen brachen, dann verteilte er noch mehr tote Drachentöter und Helfer um das kleine Exemplar und drapierte sie so, als habe ein grausamer, harter Kampf stattgefunden.

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Die Physiker

Autor/in: Friedrich Dürrenmatt

Lesetipp von: Ermin Islamovic

Darum geht es in diesem Buch:

Das Drama „Die Physiker“, geschrieben vom Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt im Jahr 1961 und 1962 uraufgeführt, handelt von drei Physikern, die sich mit unterschiedlicher Motivation als Geisteskranke ausgeben. Zwei von ihnen behaupten, sie seien Albert Einstein und Sir Isaac Newton und der dritte ist Johann Wilhelm Möbius. Möbius hat die revolutionäre Weltformel entdeckt und hat Angst, dass sie in falsche Hände gerät und somit auch zur Vernichtung der gesamten Welt führen könnte. Newton und Einstein sind Spione, die an Möbius’ Erkenntnisse herankommen und sie für ihre Zwecke benutzen wollen. Jeder der drei Physiker ermordet eine Krankenschwester, um sein Geheimnis zu bewahren. Möbius vernichtet seine Formeln, weil die Polizei eintrifft und er ihnen nicht seine Formeln abgeben möchte, aber die Chefärztin des Irrenhauses hat die Aufzeichnungen von Möbius kopiert und will die Weltherrschaft an sich reißen. Sie hat die Krankenschwestern auf die drei Physiker gehetzt und will damit deren Glaubwürdigkeit zerstören.

Das gefällt mir an diesem Buch:

An dem Buch gefällt mir das Ende besonders gut, weil die drei Physiker von der Besitzerin und Chefin des Irrenhauses ausgetrickst werden. Dürrenmatt bezeichnet das Stück als Komödie, mit der Begründung, dass in der heutigen Zeit nur das Komische dem Realen beikomme und mit dieser Szene wird das auch deutlich. Obwohl ich nicht gerne Bücher lese, finde ich das Drama im Großen und Ganzen interessant und lustig.

Textstelle:

„Frl. Doktor: Auch mir ist der goldene König Salomo erschienen.“ (S. 81)

Ich habe mich für diese Textstelle entschieden, weil in dieser Szene deutlich wird, dass auch die Besitzerin des Irrenhauses verrückt ist. Die drei Physiker dachten, sie ist eine „normale“ Ärztin und sie weiß alles, aber sie irrten sich und wissen nicht mehr, was sie denken sollen. Die Irren in der Anstalt haben immer gesagt, dass sie den König Salomo sehen, aber die Ärztin hat sich scheinbar gedacht, dass sie nur Irre sind. Zum Schluss sagt sie auch, dass sie König Salomo gesehen hat, das heißt, sie ist auch verrückt!

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Die Schöne Schlafende

Autor/in: Robert Coover

Lesetipp von: Murat Tercan

Darum geht es in diesem Buch:

In dem Buch geht es um ein Mädchen, das in einen tiefen Schlaf durch Zauberei gefallen ist. Das Mädchen heißt Dornröschen. Dornröschen muss von dem Prinzen geküsst werden, damit sie wieder aufwacht. Dornröschen träumt in ihrem hundertjährigen Schlaf von denen, die ihren Schlaf missbrauchen, und von dem Prinzen, der sich zu ihrer Rettung auf den Weg gemacht hat. Aber sie träumt, dass der Prinz zu spät kommt und dass er sich für das Dienstmädchen entschieden hat und dass er mit ihr zusammen ist. Der Prinz muss sich durch die Dornenhecke kämpfen, um Dornröschen zu erreichen. Und er schafft es auch und küsst Dornröschen. So bricht er den Zauber und sie leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

Das gefällt mir an diesem Buch:

Mir gefällt an diesem Buch, dass es die Fantasie anregt. Der Leser versetzt sich in die Rolle der Figuren hinein. Man stellt sich also zum Beispiel vor, dass man der Prinz ist.

Textstelle:

„Heute wurde sie von einem Königssohn genarrt, der an ihr Bett trat und forschend an und in ihr herumzutasten begann, als suche er systematisch nach dem Ursprung der Spindelschmerzen. Sie heißt ihn willkommen – sie kann gar nicht anders. Er beugt sich zu ihr hinunter, bläst ihr zu Staub zerfallendes Kleid fort. Ja, ja, so ist es richtig, mein Königssohn! Und jetzt, zärtlich, wenn du kannst, und wild, wenn es sein muss, nimm diesen Spindelschmerz von mir!“

Begründung:

Ich habe mich für diese Textstelle entschieden, weil ich denke, dass diese Textstelle der Höhepunkt der Geschichte ist. Denn das ist die Stelle, auf die der Leser gewartet hat. In dieser Geschichte wartet der Leser auf die Stelle, an der die Königstochter von dem Prinzen geküsst wird.

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Evil – Das Böse

Autor/in: Jan Guillou

Lesetipp von: Frau Faber

Darum geht es in diesem Buch:

Erik ist vierzehn, als ihn keine normale Schule mehr aufnehmen will. Denn er ist der Anführer einer berüchtigten Jugendbande. Seine letzte Chance, doch noch einen Schulabschluss zu machen, ist das Internat Stjärnberg. Stjärnberg gilt als Eliteschule. Doch in Wahrheit wird sie von einer Clique sadistischer Primaner beherrscht. Und die Lehrer schauen weg. Pierre, dem sanften Jungen, mit dem Erik sich anfreundet, bleibt nur die Flucht. Erik aber wird durchhalten. Stjärnberg, der Ort des Bösen, wird ihn und sein Leben nachdrücklich verändern...

Das gefällt mir an diesem Buch:

„Evil“ ist nichts für empfindliche Leser. Die Gewaltszenen sind drastisch und knallhart beschrieben. Der Roman bringt einen aber auf jeden Fall zum Nachdenken über Gewalt, ihre Ursachen und ihre Folgen. Dabei ist es aber kein Buch, das einfache Lösungen anbietet (wie z.B. Seid doch einfach alle friedlich, dann wird alles gut.) Erik lebt in einer Welt, in der friedliche Lösungen unmöglich erscheinen. Wie er es schafft, in dieser Welt nicht kaputt zu gehen, ist eine beeindruckende und nachdenklich machende Geschichte.

Leseprobe:

Der Schlag traf ihn hoch am rechten Wangenknochen. Und genau das hatte er beabsichtigt, als er sein Gesicht um einige Zentimeter schräg nach oben gedreht hatte, während sein Vater zuschlug. Am Esstisch zielte der Vater meistens auf die Nase und versuchte, aus dem Handgelenk mit der Rückseite der Fingerspitzen zu treffen. Auf der Wange tat so ein Schlag nicht weh. Es war nur ein stummes, weißes Gefühl, ihn zu bekommen. Lieber auf den Wangenknochen.
Der Vater war stolz auf den Schlag, er bildete sich etwas darauf ein, schnell und überraschend zulangen zu können. Doch Erik, der seine Schläge und Finten kannte wie das Einmaleins, hatte das verräterische Zucken unter dem rechten Auge bemerkt, das jeden Schlag ankündigte. Beim Essen war in der Regel nur mit lange und ausführlich angekündigten, nach weitem Ausholen mit der rechten Hand verabreichten Ohrfeigen zu rechnen. Oder eben mit dem versteckten Hieb aus dem Handgelenk, der aus der anderen Richtung kam und auf die Nase zielte. Letzterer sollte eher demütigen als verletzen.
Erik hätte den Kopf problemlos so weit in den Nacken legen können, dass sein Vater ihn komplett verfehlte. Aber da bestand das Risiko, dass der alte Mistkerl durchdrehte und sich über den Tisch warf, um ihn mit einem linken Haken oder einer geraden Rechten im Gesicht zu treffen. Porzellan konnte dabei zerbrechen, schlimmstenfalls kippte der ganze Tisch um. Und Erik wäre natürlich schuld, was die Nachtischprügel bis zu einer halben Stunde verlängern konnte.
Deshalb durfte der Vater nicht ganz danebentreffen, wenn er zu dem hinterhältigen Schlag aus dem Handgelenk ansetzte. Es erforderte Disziplin und Übung; den Kopf nur so weit wegzudrehen, dass der Vater die Nase verfehlte, aber die Wange traf.
„Ja, ja“, sagte der Vater munter. „Heute entscheiden wir uns für die Bürste und fünfundzwanzig Schläge.“

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Halo – Geister von Onyx

Autor/in: Eric Nylund

Lesetipp von: Christian Wille

Das Buch, das ich euch empfehlen möchte, heißt „Halo – Geister von Onyx“ und wurde geschrieben von Eric Nylund. Den Titel kennen vielleicht diejenigen, die eine X-Box oder X-Box 360 haben, denn es gibt Halo auch als Spiel, aber dieses Buch handelt nicht vom Master Chief wie das Spiel, sondern von seinem alten Freund Fred, den er für tot hält. Aber in Wirklichkeit lebt er noch.

Darum geht es in diesem Buch:

In dem Buch geht es um Fred, der auf dem Planeten Onyx eine neue Generation der Spartaner trainieren und ausbilden soll. Spartaner sind Elite-Soldaten in der Zukunft, die durch Gen-Veränderungen und Operationen zu Super-Menschen verändert wurden. Am Anfang des Buches wird erzählt, wie die Soldaten ausgesucht und ausgebildet werden auf dem Planeten. Es werden auch die Missionen der Spartaner erläutert.

Später passieren merkwürdige Dinge auf dem Planeten Onyx, wie sich später herausstellt, stehen die Ereignisse im Zusammenhang mit den Ringen, die Halo heißen.

Fred und seine Freunde werden vom Wächter (Wächter sind fliegende Maschinen, die ein Auge mit drei Armen besitzen, aus dem Auge werden Laserstrahlen abgefeuert) angegriffen. Auf der Suche nach dem Grund für den Angriff der Wächter stellt sich heraus, dass Onyx kein normaler Planet ist.

Das gefällt mir an diesem Buch:

Als ob der Angriff der Wächter noch nicht schlimm genug wäre, greift die Allianz (die Allianz ist ein Zusammenschluss von Aliens, die mit den Menschen im Krieg stehen) den Planeten Onyx an. Wer wissen will, wie der Kampf für Fred und seine Freunde ausgeht und welches Geheimnis der Planet Onyx birgt, muss das Buch lesen. Mir gefällt dieses Buch deshalb, weil ich darin mehr über den Krieg zwischen den Menschen und der Allianz erfahre und weil ich die Spiele gern gespielt habe. Außerdem lese ich gern Science-Fiction-Romane.

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Leichte Beute

Autor/in: Maureen Stewart

Lesetipp von: Salih Tasci

Darum geht es in diesem Buch:

In dem Buch geht es um Melissa, ein schüchternes und zurückhaltendes Mädchen in Australien. In ihrer Schule sind drei junge Schüler, die die anderen Schüler tyrannisieren. Ihre Freunde Martin und Kein werden auch von Laser, Sara und Kiet gemobbt. Melissa und ihre Freunde sind alle schüchtern und haben keinen Mut.

Melissa trifft auf Suoo, eine selbstbewusste und schlagfertige Schülerin. Suoo wurde auch gemobbt und hilft jetzt Melissa. Melissa trägt eine Zahnspange und wird deshalb „Schneekette“ genannt. Weil sie so oft mit Suoo rumläuft, wird sie auch „Lesbe“ genannt. Melissa kann die Mobbingattacken der drei Tyrannen nicht aushalten, sie wird zum Weinen gebracht, immer wieder kommt es ihr so vor, als ob sie kotzen muss. Dank Suoo bekommt Melissa Mut, sie lernt viel von Suoo.

Als Suoo für eine Woche nach Queensland fährt, weiß Melissa nicht mehr weiter. Sie denkt, dass sie ohne Suoo verloren ist, aber sie findet eine neue Frendin, Ruby. Auch sie trägt eine Zahnspange und weil sie neu an der Schule ist, wird auch sie gemobbt. Zusammen stehen sie die Woche halbwegs gut durch, bis Laser bei Melissa zuhause anruft, während Ruby bei ihr ist, und Melissas Mutter als „Hure“ beleidigt und am nächsten Tag dasselbe an die Wand in der Schule schreibt. Daraufhin bekommt Laser eine Woche Schulverweis. Sara versucht ihn zu vertreten, mit schrecklichen Briefen. Währenddessen hat Lasers Vater Streit mit jemandem und entscheidet, wegzuziehen. Melissa, Martin, Ruby und Kein haben mittlerweile so viel Selbstvertrauen, dass sie sagen, dass es ihnen gelingt, auch Sara aufzuhalten.

Zum Schluss schreibt Melissa Laser einen Brief, in dem sie ihm erklärt, dass sie keine Angst mehr vor ihm hat und dass er sie in Ruhe lassen soll.

Textstelle: S. 33, Zeile 8-17

„Bitte, Mrs. Karamanolis. Sagen Sie Suoo nichts davon. Es ist so gemein. Am besten, Sie zerreißen den Zettel und vergessen ihn. Bitte!“ Tränen rannen über Melissas Wangen. Mrs. Karamanolis trat zu ihr und setzte sich auf den Platz neben ihr. Sie trocknete Melissas Wangen mit einem Taschentuch. Doch das brachte sie erst recht zum Weinen.

„Armes Ding. Wir wissen doch beide, dass es Sara war. Das bringen wir schon wieder in Ordnung, keine Sorge.“ „Wie denn? Dagegen kann doch niemand was machen!“, schniefte Melissa.

Diese Textstelle sagt viel über das Buch aus. Es ist sehr typisch für Personen, die gemobbt werden, weil auch sie sich nicht zu verteidigen wissen.

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Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

Autor/in: Eric-Emmanuel Schmitt

Lesetipp von: Kadir Arslan

Darum geht es in diesem Buch:

Der elf Jahre alte Moses lebt mit seinem vergrämten Vater "mehr als Sklave als der Sohn eines Rechtsanwalts ohne Fälle und ohne Frau" in einer kleinen Wohnung in der Rue Bleue in Paris. Der Vater hält Moses immer wieder vor, dass er ihm seinen erstgeborenen Sohn Popol vorgezogen hätte, aber mit dem sei seine Frau kurz nach der Geburt von Moses auf und davon gegangen. Während der Vater tagsüber in seiner Kanzlei sitzt, muss der Junge sich um den Haushalt kümmern und kochen. Zum Einkaufen geht er in den bis unter die Decke vollgestopften Laden von Monsieur Ibrahim, der als weiser Mann gilt, "weil er seit mindestens vierzig Jahren der Araber in einer jüdischen Straße" ist. Monsieur Ibrahim kommt ursprünglich vom "Goldenen Halbmond", ist also gar kein Araber. Der Ladenbesitzer erklärt Moses, dass Araber in seiner Branche bedeutet: "Von acht bis vierundzwanzig Uhr geöffnet, auch am Sonntag. Ihre Gespräche beschränken sich auf einen bis zwei Sätze pro Tag: "Wir hatten Zeit. Er, weil er alt, ich, weil ich jung war." Als sein Vater ihn zu Unrecht verdächtigt, ein Dieb zu sein, denkt Moses: "Wenn man mich schon des Klauens bezichtigt, warum es dann nicht auch tun." Um regelmäßig etwas vom Haushaltsgeld abzweigen zu können, beginnt Moses im Laden von Monsieur Ibrahim jeden zweiten Tag eine Konservenbüchse zu stehlen und seinem Vater unbemerkt Hundefutter als Hammelragout vorzusetzen.

Eines Tages wird in der Rue Bleue ein Film mit Brigitte Bardot gedreht. Sie kauft sich im Laden von Monsieur Ibrahim eine Flasche Wasser, für die er vierzig Francs verlangt. Üblicherweise kostet sie zwei Francs. Moses ist fassungslos: "Na, Monsieur Ibrahim, Sie haben schon Chuzpe." "Tja, nun, mein Kleiner, irgendwie muss ich doch all die Büchsen wieder reinkriegen, die du mir mopst." Seit diesem Tag sind sie Freunde. Monsieur Ibrahim lehrt Moses, den er Momo nennt, dass Höflichkeit nicht genügt. "Freundlich sein ist besser. Versuch es mal mit einem Lächeln, und du wirst sehen." Momo probiert es. "Zack: Lächeln!" Keiner kann ihm widerstehen. Überall schmeichelt er sich ein. Auch die Mädchen in der Rue de Paradis, deren Liebesdienste er sich ab und zu kauft, wenn er wieder einmal genügend zusammengespart hat, sind noch aufmerksamer zu ihm. Nur bei seinem Vater nimmt seine Charmeoffensive keinen guten Ausgang. Der vermutet, Moses habe etwas angestellt und schaut ihn sich genauer an. "Du brauchst eine Zahnspange. Ich habe bis heute nicht bemerkt, dass du vorstehende Zähne hast."

Bei einem Abendessen traut Moses sich endlich einmal, seinen Vater zu fragen, ob er an Gott glaube. Er habe es noch nicht geschafft, an Gott zu glauben, antwortet dieser. Um zu glauben, dass alles einen Sinn hat, da müsse man sich schon sehr anstrengen. "Aber Papa, wir sind doch Juden, du und ich. ... Und Jude sein hat mit Gott nichts zu tun?" "Für mich nicht mehr. Jude zu sein bedeutet einfach, Erinnerungen zu haben. Schlechte Erinnerungen." Ein paar Tage später eröffnet der Vater seinem Sohn: "Man hat mich rausgeschmissen, Moses. Man will mich nicht mehr haben in der Kanzlei, wo ich arbeite."

Als Moses am nächsten Tag von der Schule heimkommt, findet er einen Abschiedsbrief seines Vaters vor: "... es tut mir Leid, ich bin weg. Ich kann einfach kein richtiger Vater sein ..." Moses versucht zu verheimlichen, dass er allein ist, kauft weiter für zwei ein und setzt sich abends in den Sessel des Vaters, um die Nachbarn zu täuschen. Nach drei Monaten überbringen zwei Polizisten Moses die Nachricht, dass sein Vater sich in der Nähe von Marseille vor einen Zug geworfen hat. Er soll die Leiche identifizieren. Monsieur Ibrahim erklärt Moses alias Momo, sein Vater habe nicht verkraften können, dass seine Eltern von den Nazis umgebracht worden waren. "Er hat sich Vorwürfe gemacht, überlebt zu haben." Momo beginnt, die Wohnung zu renovieren. Eines Tages taucht seine Mutter auf. Er gibt vor, Mohammed zu heißen. Aber seine Mutter hat nur einen einzigen Sohn, und der heißt Moses. Da erst begreift Momo, dass es Popol nur in der Fantasie seines Vaters gab.

Monsieur Ibrahim adoptiert Momo. Er will mit ihm in die Türkei fahren, ihm zeigen, wo er herkommt und seinen Freund Abdullah wiedersehen. Für diesen Zweck kauft er ein Auto. Als es ans Fahren geht, flunkert er Momo vor, er habe vergessen, wie es geht; die Wagen seien damals auch anders gewesen. Monsieur Ibrahim nimmt Fahrstunden; Momo auf dem Rücksitz prägt sich die Anweisungen des Fahrlehrers gut ein und übt spätabends, wenn die Straßen leerer sind. Auf Nebenstrecken – von der Autobahn aus sieht man ja nichts von der Gegend – fahren sie durch ganz Südeuropa und verbringen viele schöne Tage miteinander. Dann erreichen sie Monsieur Ibrahims Heimat, sein "Geburtsmeer". Er bittet Momo, unter einem Olivenbaum zu warten, während er Abdullah suchen will. Als Moniseur Ibrahim um Mitternacht immer noch nicht zurückgekehrt ist, geht Momo zu Fuß ins Dorf. Monsieur Ibrahim liegt schwer verletzt in einem "riesigen Raum, in dem mehrere Frauen hock[t]en und klag[t]en": Er war mit dem Auto gegen eine Mauer gefahren.

Nach dem Tod seines Adoptivvaters trifft Momo sich mit Abdullah und kehrt dann per Anhalter zurück nach Paris. Er übernimmt den Laden in der Rue Bleue.

Textstelle:

„Als ich elf war, habe ich mein Schwein geschlachtet und bin zu den Dirnen gegangen.“

Ich habe mir diesen Satz ausgesucht, weil das Buch mit diesem Satz beginnt und weil mit diesem Sparschwein-Schlachten die freundschaftliche Beziehung von Momo (Moses) zu Monsieur Ibrahim beginnt, welche sich auch das ganze Buch über verstärkt.

Das gefällt mir an diesem Buch:

An diesem Buch gefällt mir die Art und Weise wie die Sätze strukturiert sind, dies macht das Verstehen des kurzen Romans relativ einfach. Auch gefällt mir an diesem Buch, dass auch ein wenig Humor angewandt worden ist, dies dient auch als Ansporn, das Buch weiter zu lesen.

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Umsonst geht nur die Sonne auf

Autor/in: Els Pelgrom

Lesetipp von: Ümit Türkmen

Darum geht es in diesem Buch:

Das Buch handelt von einer armen Familie, die in einem holländischen Dorf wohnt. Der Vater der siebenköpfigen Familie hat sich beim Holzhacken den Fuß verletzt und kann nicht mehr arbeiten. Seitdem hat die Familie nichts mehr um sich zu ernähren. Deswegen muss die Älteste der Geschwister, die elfjährige Fine, in die Stadt um Geld zu verdienen.

Nach einer schweren Reise kommt sie in der Stadt an und bekommt eine Stelle als Dienstmädchen bei einer wohlhabenden Arztfamilie. Dennoch muss Fine sich an die Art und die Sitten der wohlhabenden Frau Allersma gewöhnen. Bei ihrer Arbeit lernt Fine einen Waisenjungen kennen. Der Waisenjunge heißt Engel und ist der einzige Freund, den Fine hat. Nach ein paar Wochen tritt ein Streit zwischen Fine und Frau Allersma auf, weil Fine ihr widersprochen hat, weshalb sie entlassen wird.

Mit ihrem Lohn machen sich Fine und Engel auf den Weg und kaufen ein Ferkel. Fine, Engel und das Ferkel gehen zurück in das holländische Dorf und Engel schließt sich Fines Familie an.

Das gefällt mir an diesem Buch:

Das Buch hat eine einfache Sprache und ist deshalb leicht zu lesen. Die Ereignisse spielen sich vor ungefähr 100 Jahren ab und sind trotzdem der Zeit entsprechend treu geblieben. Durch die vielen Bilder wird die Geschichte zusätzlich verdeutlicht.

Textstelle (S. 16-17):

„Der Mann hob beide Hände. Er wies nach Osten und rief: ‚Umsonst geht nur die Sonne auf! Für alles andere muss man zahlen!’“

Diese Textstelle habe ich ausgewählt, weil dort der Titel der Geschichte vorkommt und weil sie verdeutlicht, dass zu der Zeit ohne Geld nichts machbar war.

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Volltreffer

Autor/in: Sarah Miller

Lesetipp von: Frau Faber

Darum geht es in diesem Buch:

Ein Mädchen weiß plötzlich genau, was pubertierende Jungs denken! Sie kann in den Kopf von Gideon Rayburn schauen und seine Gedanken lesen. In seiner neuen Internatsschule ist er zunächst ein Außenseiter, doch das ändert sich schnell: Seine charmanten, aber moralisch äußerst fragwürdigen Zimmergenossen Cullen und Nicholas sind wesentlich abgebrühter als der naive Neuankömmling. Mithilfe nächtlicher Parties und verrückter Aktionen gelingt ihm der Aufstieg in die Liga der Coolen. Doch dann schließen Cullen und Nicholas eine verhängnisvolle Wette ab, bei der es um Gideons Unschuld geht...

Das gefällt mir an diesem Buch:

Der Leser wird die ganze Zeit im Unklaren darüber gelassen, welche seiner Mitschülerinnen denn nun Gideons Gedanken lesen kann. Die mysteriöse Erzählerin stellt aber sehr unterhaltsam, humorvoll und spannend dar, was im Kopf eines Teenagers vorgeht. Dabei geht es unter anderem um wahre Liebe, wilden Sex, exzessive Parties, große und kleine Katastrophen und vieles mehr.

Leseprobe:

Gid würde nur zu gern glauben, dass ein Mädchen einem Jungen verzeiht, wenn man es zum Gegenstand einer dämlichen Sexwette gemacht hat. Er würde gern glauben, dass Molly ihm eine zweite Chance gibt. Doch nach dem zu urteilen, was am Montag darauf im Spanischunterricht passiert, als sie ihr Stück aufführen, sieht es ganz danach aus, als müsste er seine Erwartungen ein wenig zurückschrauben.
Molly knutscht mit ihm, wie im Drehbuch vorgeschrieben. Es ist seltsam, dasselbe zu tun wie erst vor zwei Tagen, und dabei etwas völlig anderes zu empfinden. Während sie sich küssen, öffnet er ein Auge einen Spaltbreit und sieht Liam interessiert zu ihnen hochstarren. Das ist gut, versucht sich Gid einzureden. Wenn sich künftig im Fernsehen zwei Schauspieler küssen, weiß ich, wie es ihnen dabei geht. Das ist eine gute Erfahrung, sagt er sich. Fühlt sich allerdings nicht danach an. Als ihre Mitschüler hinterher klatschen und sie zu dritt eng nebeneinander auf der winzigen provisorischen Bühne im Klassenzimmer stehen, bohrt ihm Molly mit aller Kraft den spitzen Stöckel ihres Schuhs in den Fuß. „Ganz, ganz toll“, meint Ms San Video, „auch, dass jeder von euch einen Rüssel trägt. Weil im Faschismus alle Menschen Schweine sind.“ Sie klatscht erneut.
Sie korrigieren sie nicht, weil die Hundeschnauzen tatsächlich wie Schweinsrüssel aussehen. Sie bekommen ein ‚Sehr gut’, genau wie Molly es vorausgesagt hat. Es macht Gid seltsam traurig, dass sie Recht behalten hat.

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